„Nicht mit mir!!!“ war eine NoBudget Produktion, die von August 1989 bis März 1990 gedreht wurde. Mit dem minimalen Budget von etwa 15.000,- DM (ca. 7.700 €) entstand in dieser Zeit eine turbulente Komödie, die damals durch Tempo, Spielwitz und groteske Szenen bestach.

„Nicht mit mir!!!" wollte 90 Minuten gute Unterhaltung sein.

Ich wollte einen richtigen Film, mit einer richtigen Story, die nicht unbedingt gradlinig ihre Geschickte erzählt, einen richtigen Subplot, richtige Kameraführung und richtige Musik.

Gedreht wurde auf U-Matic Lowband, einem damals semiprofessionellen Bandmaterial, dass mit heutiger Technik in keinster Weise mithalten kann.
In gut 50 Drehtagen (und zwar ausschließlich an den Wochenenden) kämpften wir uns durch das Geschehen und hatten nicht nur mit einer Kamera Probleme (die ständig den Weißabgleich verhunzte), sondern auch mit einer Austauschkamera die durch ein falsches Auflagemaß immer ein leicht unscharfes Bild lieferte. 
Über die Tonprobleme möchte ich jetzt nicht reden. Die waren quasi immer da. 


Als der Film fertig war, hatten wir wirklich viel gute Kritiken, und „Nicht mit mir!!!“ heimsten damals einige Preise im Amateurbereich ein.

Die Story
Ricci, ein junger Mann, erhält das Erbe seiner Oma mit der Auflage, sich innerhalb eines Jahres zu einem anständigen Menschen – was auch immer das heißen mag – zu verändern. Arthur Prügl, sein Chef und der beste Freund seiner Oma, wurde zum Verwalter des Vermögens ernannt und soll über den in seinen Augen nichtsnutzigen Ricci wachen.
Doch Ricci denkt nicht an sein Erbe und die Auflagen seiner Oma, als sich die Ereignisse um ihn herum überstürzen. Ein Schwerverletzter gibt ihm einen Umschlag mit Fotonegativen – 1989 gab es noch keine Digitalkameras – und einer ausgerissenen Telefonbuchseite mit Riccis Eintrag. 
Seine Neugier ist geweckt.


Als ich 35 Jahre später das VHS - Masterband abspielen wollte, verhedderte es sich nach ca. 30 Minuten im uralten Videorekorder und tötete damit die letzte lebende Kopie des Films.
Glücklicherweise hatte ich noch die alten Originalaufnahmen auf U-Matic. Diese Bänder waren robuster – obwohl die Bild- und Tonqualität nach 35 Jahren im (leicht feuchten) Keller nicht besser wurden.
Ein Freund kopierte mir die (56!) Bänder auf eine Festplatte und ich konnte mich an einen neuen Schnitt wagen.

Das Ergebnis sehr ihr hier. 

Von den vormals 88 Minuten flogen ca. 6 Minuten raus – nur durch einen gestraffteren Schnitt. Auch konnte ich einige Schnitzer, die mich bereits in der Originalversion gestört haben, ändern oder beseitigen.

Viel Spaß.


Cast

Ricci
Erdmann Helling
Tina
Christine Fischer
Killer 1
Peter von Rüden
Killer 2
Fritz Willi Jacobs
Atze Vollproll
Bodo Melenk
Boss
Uwe Bucher
Ricci's Chef
Hans-Joachim Herff
Schwester von Atze
JoJo Helling
Tom, der Fotograf
Wolfgang Brust
Dingens, die Killerin
Anette Brand-Kruth
Arbeitskollegen
Achim Köhler, Martin Gohmann
Arzt, der Städt. Kliniken
Dr. Klaus Stübich
Gorges, ein Überlebender
 Lud Feichtner
Reporter
Jochen Wilms
Ladenbesitzer
Herbert Hermes
Rausschmeißer Disco
Andreas "Koffer" Hoffmann
Stimme der Erboma
Inge Trapp
Stimme 30 Zentimeter
Götz Köhler
sowie
Martin Franz, Klaus Brüggenwerth, Martin Backhaus, Jürgen Doll, Karl Dittrich, Hartmut Heimann, Ernst Montenbruch

Crew

Musik
Peter Gorges, Michael Mühlhaus
Kamera
Götz Köhler, Achim Köhler
Schnitt
Frank Helling
Ton
J. Edermann
Maske
Serge Nobaddi, Cordula Holtmann
Regieassistenz
Franz M. Labertasch
Choreografie
Susanne Vieregge
Fotos
Götz Köhler
Layout
Jojo Helling


Song "Heiß und Kalt"
Musik
Peter Gorges
Text
Frank Helling
Sänger
Hilmar Kusenberg
Audio Engineer
Thomas Kässens
Studio
Tonstudio Burghardt, Schwerte


Buch & Regie
Frank Helling
Produktion
Kulturamt Schwerte, Trilling Produktion


Credits

Sabine Schnitzler, Pixi & Jürgen, Heinz W. Huber, Mutti & Papi, Gunther Gerke, Schwester Ursula, Fam. Dahlbüdding, Karin Wiese, Bettina Koch
Autohaus Pflug, Ev. Krankenhaus Schwerte, Fotostudio Herff, Handwerkstadt e.V. , Offener Kanal Dortmund, RDW, S.I.G.N.A.L. e.V., Sparkasse Schwerte



Musik

Was wäre ein Film ohne Musik?
Eben ein Film ohne Musik – und das braucht kein Mensch.

Deshalb möchte ich mich noch einmal für die großartige Musik von Peter Gorges und Michael Mühlhaus sowie dem Produktionsteam des Tonstudios Burkhardt (Thomas Kässens und Andreas Burkhardt) bedanken.

Besonders hinweisen möchte ich auf den Hit „Heiß und Kalt”, den man, obwohl er vor über 30 Jahren produziert wurde, immer noch klasse ist. 

Einige ausgewählte Titel könnt ihr euch hier anhören:

Betrunken

Der lebende Tote

Mofa faaahn

Bettgeflüster

Verfolgung

Heiß und Kalt


Presseartikel


Drehbuch

Das vorliegende Drehbuch ist eine Kopie des Originaldrehbuchs, das ich während des Drehs verwendet habe.

Die Notizen sind meist Anmerkungen zu Szenen, die ich spontan gedreht habe oder noch drehen musste, sowie Schnitt- und Tonhinweise.

Das Buch habe ich auch beim Neuschnitt verwendet.